Gedanken zum Sonntag: 3. Fastensonntag

26. März 2011
von czog

Jesus und die Samariterin am Jakobusbrunnen (zu Joh 4, 5-42)

Faszinierend ist, wie sich eine humorvolle Stichelei zu einem ernsten und tiefen Gespräch und Ereignis verdichtet und entfaltet.

Als Erster übertritt Jesus die Schranke von Sitte und Anstand. Als Jude, zudem Religionslehrer, darf er mit halbheidnischen Samaritern keinen Kontakt haben, zudem mit einer liederlichen Frau, und das allein. Sie muss auf Männer attraktiv gewirkt haben. Jesus sieht in ihr aber einen Menschen mit Problemen. Anfangs antwortet sie auf die Worte Jesu noch schnippisch („He, hallo“ und „na wie bitte?“) Aber als ihr Jesus ihre Männerverhältnisse auf den Kopf zusagt, reagiert sie nicht mit: „Das geht dich nichts an, das ist meine Privatsache“. Er hat einen wunden Punkt getroffen und sie öffnet sich nun in Vertrauen und hat nun eine echt religiöse Frage, die sie schon lange beschäftigt. „Wo ist Gott?“ Auf dem Berg Garizim („Wald und Wiesenreligion“) oder in Jerusalem ( Gesetzesfrömmigkeit)?

Die Antwort Jesu ist wichtig für uns. Naturreligion und Werkgerechtigkeit („anständiger Mensch!“) genügen nicht! Das ist nicht lebendiges Wasser, sondern innere Trockenheit. Jesu Religion hat ihre innere Quelle im Geist. Gott ist Geist, wir haben Geist in uns  (von Gott). Und geistige Religion heißt Beziehung, Schwingung, Liebe. Sie entsteht durch Pflege der Beziehung: Fragen, Hören, Antworten, Beten, Jesus suchen, sich von Jesus anreden lassen: „Gib mir Wasser – gib Du mir lebendiges Wasser“.

So wie unser Fastenbaum ein Symbol für aufblühendes Leben ist, so ist das Wasser en Symbol für „Leben in Fülle“, für geistige Lebendigkeit, für Lebensqualität (nicht Lebensquantität: Geld. Termine usw. )

Einen inneren Frühling mit Jesus und durch Jesus wünscht Ihnen (Euch)

Ihr Donaucity-Pfarrer

P. Albert Gabriel

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