Gedanken zum Sonntag: 23. Sonntag im Jahreskreis
Kreuz – Zeichen der christlichen Religion
Bald sind in Wien Gemeinderatswahlen, in der Steiermark Landtagswahlen. Die Parteien werben um unsere Stimmen mit Versprechungen, dass es uns gut oder besser gehen wird. H.C. Strache sagt: “Weg mit den Fremden, damit wir unter uns bleiben“.
Jesus hat eine ganz andere Werbelinie: „Wer nicht sein Kreuz trägt, und wer nicht auf seinen Besitz verzichtet, kann nicht mein Jünger sein“
Die große hl. Teresa sagt deswegen zu Jesus: „Jesus, Du darfst Dich nicht wundern, dass Du so wenig Anhänger hast“. Tatsächlich kann man sich nur wundern, dass immer noch so viele Christen sein wollen, bei diesem Programm!
Aber: kurzfristige Versprechungen erweisen sich immer mehr als schillernde Seifenblasen, die bald platzen. Jesus will Nachhaltigkeit!
Die Versprechen von „höheren Löhnen und Pensionen“ bringen mehr Schulden, Ausbeutung der Natur (z.B. Ölbohrungen), bringen Umweltkatastrophen. Viel Genuss (Alkohol, Nikotin, Drogen) bringt Gesundheitsschäden. Nur Spaß undSpiel bei Schülern bringt etliche „Nicht genügend“.
„Nachhaltigkeit ist gefragt!“
So sind auch Familie und Besitz für Jesus nur vorläufige Werte, auf Dauer genügen sie nicht. Der große hl. Augustinus schreibt: „Für Dich, o Gott, hast Du uns erschaffen und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in dir“.
Und der Weg zu Dauerhaftigkeit, die Philosophie Gottes, ist das Kreuz. Gemeint ist damit: Hingabe, Liebe, Dienen.
Auf der Vorderwand unserer Kirche ist das markant dargestellt. Das Kreuz ist der Weg zum Heil.
Alle Religionen haben schönere Symbole als das Christentum: Islam – Halbmond, Judentum – siebenarmiger Leuchter, Hinduismus – Ying & Yang, Buddhismus – siebenspeichiges Rad usw.
Und die christliche Religion hat das Kreuz!
Lassen wir uns auf dieses Symbol, auf diese Werbung ein? Wenn nicht, dann werden die Stimmen lauten: „Weg mit den Kreuzen!“
Haben wir aus Überzeugung ein Kreuz in unserer Wohnung? Tragen wir aus Überzeugung ein Schmuckkreuz um den Hals?
Machen wir hie und da mit Bedacht ein Kreuzzeichen? Als deutliches Signal tragen die Ministranten zum Messbeginn das Kreuz herein und pflanzen es vor uns auf.
Ihr Donaucitypfarrer
P. Albert Gabriel

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