Gedanken zu Sonntag: 12.Sonnatg im Jahreskreis – Schöne Aussichten??!
Wenn man dieses Programm Jesu vom heutigen Sonntag hört, darf man sich nicht wundern, wenn so viele weggehen.Man muss sich wundern, dass so viele bleiben.
“Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren …. . (Lk 9,21)
Diese Philosophie ist total gegen den vorherrschenden Lebensstil, gegen unsere menschliche Vernunft. Es ist das christliche „Paradoxon”: Je mehr man sich behält, desto mehr verliert man, je mehr man hingibt, desto mehr gewinnt man”.
Vor allen die Jugend hat ein Problem mit dieser Lebenseinstellung. Ihr gilt: Spass, Events, “was haben vom Leben”.
Jesus vertritt: Dienen, Teilen, Helfen. Eben das ganz Andere, die neue Philosophie. Er praktiziert das radikal vor – deutliches Symbol dafür ist die Fußwaschung der Jünger – das Leiden bis zum letzten Bluttropfen am Kreuz. Und das ist sein Durchbruch zu Auferstehung, Verklärung, Vollendung. Darum feiern wir jeden Sonntag Tod und Auferstehung Jesu.
Ich persönlich behaupte, dass diese Auferstehung und Verklärung in kleinen Schritten schon vor dem Tod funktioniert. Jede Liebesbezeigung ist Tod und Auferstehung. Bei der Liebe stirbt etwas (das Kleinkarierte, Schmalspurige, Abgesicherte) und feiert etwas Auferstehung ( der Himmel in uns)!
Alle, die sich darauf einlassen, können es bestätigen, man sieht es ihnen auch an.
So sind wir ständig zur Eintscheidung herausgefordert, bei der alten kurzsichtigen Einstellung zu bleiben oder uns auf die neue Einstellung Jesu einzulassen . Für Bequeme und Egoisten ist das allerdings nichts. Und es ist ein Risiko, sich auf Jesus einzulassen – und wer will heute schon Risiko?
Vielleicht doch ich?
Ihr Donaucitypfarrer
P. Albert Gabriel

RSS FEED