Gedanken zum Sonntag: Dreifaltigkeitssonntag

30. Mai 2010
von czog

Manche Formeln haben Weltgeschichte gemacht. Zum Beispiel Einsteins E=mc^2. Sie erklärt die Struktur der Atome und machte die Atomkraft verfügbar.

So eine Weltformel gibt es auch in der Theologie. “Der eine Gott ist dreifaltig, Vater, Sohn und der Hl. Geist”.

Gott ist in sich dynamisch fließender Liebesstrom, Urkraft der Liebe. ”Person” meint sowas Ähnliches wie “Rolle”. Der eine Gott in der “Rolle” des Vaters (=Ursprung), des Sohnes (=menschgewordener Gott), des Hl. Geistes (= ausgegossene Liebe).

Weil Gott so ist, gibt es die Schöpfung.

Woher wissen wir das?

Jesus sagt:”Niemand hat Gott je gesehen, nur der, der von Vater kommt und dem er es offenbaren will”.

Jesus ist die Offenbarung (Offenlegung) Gottes. Hörbarer Gott, spürbar, berührbar. Durch ihn wissen wir über Gott, aber noch weit nicht alles, sein Wesen bleibt Mysterium, eben Gott.

Es kommt also darauf an, ob dieser Jesus glaubwürdig ist, in seinem ungeheurem Anspruch (Sohn Gottes) , in seinen Worten, Taten, Tod, Auferstehung und Geistsendung.

Der islamische Gott Allah ist unnahbar, unberührbar. Wenn er spricht, dann durch den Erzengel Gabriel zu Mohammed. Das christliche Gottesbild ist lebendig, liebend, berührbar, aber auch unbegreiflicher. Wenn wir nicht nur an den “Herrgott”  sondern vor allem an den “Sohn Gottes” glauben, dann erst sind wir Christen, dann wird Religion spannend, lebendige Beziehung bis hinein in den göttlichen Himmel.

Ihr Donaucitypfarrer

P. Albert Gabriel

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