Das geht auch die Kirche an! zum 5. Fastensonntag)
Wenn wo etwas falsch läuft, dann ist sehr bald die Kirche aufgerufen, ihre Stimme zu erheben (Sie hat es nicht immer deutlich genug getan!?!). Das ist ihr prophetisches Amt, ihre prophetische Aufgabe – Propheten werden allerdings oft gesteinigt, bis man draufkommt: „hätten wir doch …..“
Heute wird immer deutlicher das Problem des Klimawandels. Uns, die Generation 50+, wird es ja weniger betreffen, aber die zukünftige Entwicklung unserer Mutter Erde ist bedrohlich für unsere Kinder und Kindeskinder.
Einzelne (meist egoistische) Stimmen wollen beschwichtigen und verharmlosen, das breite Spektrum der glaubwürdigen Fachleute aber spricht eine deutliche, drastische Sprache: „Wir brauchen eine Wende!“
Die Kirche darf allerdings nicht nur moralische Appelle für eine Wende im Lebensstil heraus-bringen (das natürlich auch!), sondern in der praktischen Umsetzung beispielhaft vorangehen.
Die Donaucity-Kirche möchte deshalb auf das Kirchendach eine Photovoltarikanlage installieren, um umweltfreundlich Sonnenenergie zu holen. Wir hatten auch ein Windrad zur Stromgewinnung geplant, dazu fehlt uns allerdings Grund und Boden. Durch die gute Spenden-moral unserer Kirchenbesucher und durch die guten Einnahmen von den Saalbenützern ist die Finanzierung kein Problem.
Und so getrauen wir uns, auch an Sie einen Appell zur Bewahrung der Schöpfung, zum Schutz der Umwelt zu richten. “Bewahrung der Schöpfung“ ist auch ein tiefreligiöses Thema. Geht es doch auch um den „Leib Gottes“ um den Raum seiner Liebe. Und Klimawandel trifft zuerst und vor allem die armen Länder. Und für die muss die Kirche Anwalt und Stimme sein. So gehen von der Kirche auch praktische Vorschläge für jeden einzelnen von uns aus, passend speziell für die Fastenzeit:
- Autofasten
- Einen Fastenkalender mitnehmen
- Stromsparen („Stand by“ abdrehen)
- Einheimisches einkaufen = kurze Anfahrtswege
- Fair trade Waren kaufen
- Urlaub ohne Flugreise
- Im Urlaub die Seele baumeln lassen
- Wieder einmal beichten (=Entgiften)
- Singen (oder pfeifen) statt Musikkonserve
- Fröhlich sein – Gutes tun
Es gäbe noch viel mehr als 10 Punkte. Wenn Sie wenigstens einen Punkt konsequent praktizieren, dann wird sich das „Fröhlich“ bald zu „Ostern“ dazugesellen.
Das wünscht Ihnen Ihr Donaucitypfarrer
P. Albert Gabriel

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